Bahá'i-Gemeinde Reutlingen
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Gedanken zum Frieden

 

Tatsächlich ist der Hauptgrund für die Übelstände, welche derzeit in der Gesellschaft überhandnehmen, der Mangel an Geistigkeit...Die weltumspannende Krise, unter der die Menschheit leidet, ist daher in ihren Ursachen rein geistig. Der Geist dieser Zeit, als ganzes gesehen, ist irreligiös. Diesen Zustand einer todkranken Gesellschaft sucht die Religion zu verbessern...Diese Haltung der geistigen Verbindung lässt sich erreichen.......durch Meditation und Gebet, und das ist der Grund, warum Bahá'u' lláh die Andacht in ihrer Bedeutung so sehr betont.

 

                                                Shoghi Effendi, "Über die Macht des Gebetes"

 

Sei freigebig im Glück und dankbar im Unglück. Lass Lauterkeit und Redlichkeit all dein Handeln auszeichnen. Sei ein Heim dem Fremdling, ein Balsam dem Leidenden, dem Flüchtling ein starker Turm.

Wenn ein Kriegsgedanke kommt, so widersteht ihm mit einem stärkeren Gedanken des Friedens.

 

Ein Haßgedanke muß durch einen mächtigeren Gedanken der Liebe vernichtet werden.

 

Kriegsgedanken zerstören alle Eintracht, Wohlfahrt, Ruhe und Freude.

 

Gedanken der Liebe schaffen Kameradschaftlichkeit, Frieden, Freundschaft und Glückseligkeit.

Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.

 

 

Der Wahnsinn des Krieges - Religiöser Übereifer und Fanatismus

 

Denkt einmal über das Vorurteil der Religionen nach: Schaut euch die Nationen der sogenannten frommen Völker an. Würden sie Gott verehren, so würden sie Seinem Gesetz gehorchen, das ihnen untersagt, einander zu töten. Würden die Prister der Religionen wirklich den Gott der Liebe verehren und dem göttlichen Lichte dienen, so würden sie ihre Anhänger lehren, das Hauptgebot zu befolgen, das heisst, "mit allen Menschen in Liebe und Barmherzigkeit zu verkehren". Doch wir begegnen dem Gegenteil, denn oft sind es die Priester, die die Nationen zum Kampf ermuntern. Der religiöse Hass ist immer der grausamste.

 

Die wichtigste Ursache ist die falsche Darstellung der Religion durch die religiösen Führer und Lehrer. Sie lehren ihre Anhänger zu glauben, dass ihre eigene Form der Religion die einzige sei, die Gott gefällt, und dass der allliebende Vater die Anhänger jeden anderen Einstellung verdammt und Seiner Gnade und Gunst benommen hat. Dadurch bilden sich unter den Völkern Ablehnung, Missachtung, Streit und Hass heraus. Vermöchte man diese religiösen Vorurteile hinwegzufegen, so würden sich die Völker bald des Friedens und der Eintracht freuen.

 

Seit den ersten Tagen der Weltgeschichte bis auf unsere Zeit hat die Menschenwelt nicht einen Tag völliger Ruhe und Entspannung von Kämpfen und Streitigkeiten erlebt. Die meisten Kriege waren durch Glaubensvorurteile, Fanatismus und sektiererischen Hass verursacht. Eine Gruppe von Eiferen verfluchte die andere, jede meinte, die anderen seien von der Gnade Gottes ausgeschlossen, in schwarzer Finsternis befangene Satanssöhne. Zum Beispiel hielten die Christen und Muslime die Juden für teuflische Feinde Gottes, die man verfluchte und verfolgte sie. Die Juden wurden in großer Zahl getötet, ihre Häuser geplündert und niedergebrannt, ihre Kinder in die Sklaverei abgeführt. Die Juden ihrerseits betrachteten die Christen als Heiden und die Muslime als Feinde und Zerstörer des mosaischen Gesetzes. Deshalb flehten sie die Rache des Himmels auf jene hernieder und fluchen ihnen bis auf den heutigen Tag.

Überlegt, was der Menschheit seit Anbeginn der Geschichte an Beleidigungen, Heimsuchungen und Unheil zugefügt worden ist. Jede Stadt, jedes Land, jede Nation, jedes Volk sind der Vernichtung und der Verheerung des Krieges zum Opfer gefallen. Jede der göttlichen Religionen betrachtet sich als einen stattlichen Baum, der Baum des Allbarmherzigen, die anderen religiösen Systeme rechnet man dagegen dem Baum des Bösen, dem Baume des Satans zu. Aus diesem Grund häuft man Verwünschungen und Fluch aufeinander.

 

Heute sind die Religionen uneins, unter ihnen herrschen Feindschaft, Streit und gegenseitige Beschuldigung; sie wollen sich nicht zusammenschliessen - im Gegenteil, wenn sie es für nötig halten, vergießen sie ihr Blut. Lest in den Geschichtsbüchern und Chroniken nach, welch schreckliche Dinge im Namen der Religion geschehen sind. Bloße Nachahmung zerstört die Grundlage der Religion, sie erstickt die Geistigkeit in der Menschenwelt, verkehrt himmlische Erleuchtung in Dunkelheit und raubt dem Menschen das Wissen um Gott.

 

Viel von den Mißhelligkeiten und der Uneinigkeit in der Welt wird durch diese menschgemachten Gegensätzlichkeiten und Wiedersprüche hervorgerufen. Stünde die Religion im Einklang mit der Wissenschaft und würden sie miteinander gehen,  so würde viel von dem Hass und der Bitternis vergehen, die die menschliche Rasse jetzt ins Elend bringen.

                                                                                                                                            

                                                                                                                                   Quelle: "Gedanken des Friedens" Baha'i-Verlag

                                                                                                                                   Die Reden und Schriften von Abdu`l-Bahá 

                                                                                                                                   für eine neue Kultur des Friedens

                                                                                                                                                                                           

 

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